Beckenboden

Das Beckenbodentraining mit dem PelviPower! Hier findest du Fragen und Antworten zum Thema PelviPower.

Was ist der PelviPower?

Der PelviPower ist ein muskelstimulierender Trainingssessel, der die gesamte Muskulatur des Beckens und in Hüft-, Gesäß- und Oberschenkelbereich trainiert. Ein sich wiederholender Magnetimpuls stimuliert und entspannt die Beckenbodenmuskulatur auf neuromuskulärer Basis. Dabei wird der Beckenboden bis zu 25.000x kontrahiert. Der Mikromassage-Effekt regt die Durchblutung im gesamten Rumpf sowie im unteren Lendenwirbelbereich und den Stoffwechsel an.

Wann darf man den PelviPower nicht benutzen?

Der PelviPower darf nicht benutz werden bei:
-       Schwangerschaft
-       Hüftimpplantate
-       Kniegelenksprothesen
-       Schrauben, Nägel, Bohrdrähte (LWS, Becken)
-       Metallclips im Kleinbecken
-       Blasenschrittmacher
-       Insulinpumpe
-       Herzschrittmacher
-       Neurostimulator
-       Spirale Kupfer/Gold (Hormonspiralen müssen nach der Beendigung der Therapie auf ihre Position kontrolliert werden)
-       Herzerkrankung
-       Herzrhythmusstörung
-       Epilepsie
-       Metallhaltige Tätowierung/Piercing (Intimbereich)
-       Vorangegangene Operation (> 8 Wochen)

Außerdem darf nach einer Operation oder Bestrahlung das Training erst 4 Wochen nach der jeweiligen Behandlung durgeführt werden. Auch bei einer Menstruation, akute Harnwegsinfektion, schmerzhafte Infektion, fieberhafte Infektion oder die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sollte auf ein PelviPower Training verzichtet werden.

Wie oft solltest du mit dem PelviPower trainieren?

Empfohlen sind 10 bis 20 Anwendungen, je nach Schwere der Symptomatik. Mindestens zwei Trainings wöchentlich, sodass bei einem 10er Block fünf Wochen benötigt werden. Bei schwererer Symptomatik sind 20 Trainings empfehlenswert.

Wie lange dauert ein PelviPower Training?

Das Training mit dem PelviPower dauert 15 Minuten. Empfohlen sind 10 bis 20 Anwendungen, je nach Schwere der Symptomatik. Mindestens zwei Trainings wöchentlich, sodass bei einem 10er Block fünf Wochen benötigt werden. Bei schwererer Symptomatik sind 20 Trainings empfehlenswert.

Ist es richtig, dass ich mich nicht für das PeviPower Training umziehen muss? Kann ich bei dem Training etwas falsch machen?

Durch den Einsatz von Magnetwellen werden übertragungsfrei Signale in die Muskulaturtransportiert. Magnetwellen durchdringen jeden Körper widerstandslos. So
ist es möglich, dass die Patientin bzw. der Patient ohne Ausziehen oder Wechsel der
Kleidung das Training durchführen kann. Der Patient sitzt im bequemen Trainingssessel
in einstellbarer entspannter Position und die Technik arbeitet für ihn. Die Muskulatur
des Beckenbodens wird rhythmisch angespannt und wieder entspannt, ohne
dass der Patient etwas dafür oder dagegen tun kann. Das Training ist so einfach,
dass der Patient nichts falsch machen kann. Der Patient kann während der Behandlung
z.B. lesen oder telefonieren.

Ab wann ist eine Besserung spürbar?

Schon bei der ersten Sitzung ist eine muskelstimulierende Wirkung spürbar, in den weiteren Trainingseinheiten wird der muskelaufgebaut und gefestigt. Je nach Trainingsprogramm und Symptomen kann bereits nach der siebten Sitzung z. T. früher oder später eine Verbesserung eintreten. Jedoch sollte bedacht werden, dass der Erfolg bei keiner Person gleich ist!

Was passiert, wenn die empfohlene Behandlungsmenge nicht ausreicht? Was ist, wenn der zu erwartende erfoge nicht eintritt?

Es gibt nur wenige Patientinnen bzw. Patienten, die nicht auf das PelviPower-Training
ansprechen. In äußerst seltenen Fällen hat auch eine 20-malige Trainingsserie nicht
zum erhofften Ergebnis geführt. Aus der praktischen Erfahrung heraus ist bekannt, dass
z.B. Patientinnen die entweder eine Operation mittels einer Anhebung der Harnröhre
und des Verschlussapparats hatten oder eine Wertheim Operation, eine z.T. erheblich
reduzierte Erfolgschance haben. Auch bei Nervenverletzungen der entsprechenden
Muskulatur ist die Trainingsmethode leider als nicht zielführend zu beurteilen und vom
Training wegen schlechten bis gar keinen Erfolgsaussichten abzuraten. Bei jeder Patientin
bzw. jedem Patienten wird während der Behandlungsserie über ein Zwischengespräch
mit dem Arzt das Zwischenergebnis überprüft. Falls der Trainingserfolg ausgeblieben
ist, ist die Änderung der vorgenommenen Einstellungen eine empfehlenswerte
Option. In einem solchen Falle wird in Absprache mit dem Arzt eine Einstellungsoptimierung
und begleitende Beobachtungsphase stattfinden. U.U. wird eine Rücksprache
mit dem Systementwickler notwendig.

Wie lange hält die Wirkung an? Wenn ich das Training erfolgreich beendet habe, muss ich irgendwann wieder kommen?

Diese Frage muss differenziert beantwortet werden. Zum einen hängt die Nachhaltigkeitdes PelviPower-Trainings davon ab, in welchem „Entlassungszustand“ der Patient
sich befindet und zum anderen davon, ob der Patient nach dem Training ein Eigentraining
bzw. körperlichen Aktivitäten nachgehen kann. Kann dies eine Patientin bzw.
ein Patient nach dem Training tun, verlängert sich die Nachhaltigkeit wesentlich. Ziel
wäre es dies zu erreichen, da eine Wiederholung des PelviPower-Trainings dann evtl.
bis ins hohe Alter nicht mehr notwendig sein muss. Ist die Möglichkeit des Eigentrainings
und körperlicher Aktivitäten nicht zuverlässig gegeben, zeigen die Erfahrungen,
dass das Training in einem Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nach dem Training, zumindest
zeitweise bzw. nur einmal wöchentlich weiter geführt werden sollte.

Gibt es einen Unterschied zwischen dem herkömmlichen Beckenbodentraining und dem Training mit dem PelviPower?

Die wichtigsten Vorteile bestehen darin, dass zum einen das PelviPower-Training
keinerlei Anstrengung erfordert und zum anderen, dass die Wirkung stärker ist, als
sie durch das klassische Beckenbodentraining bzw. ein Eigentraining erreicht werden
könnte. Ebenso stellt sich der Trainingserfolg in den meisten Fällen wesentlich
schneller ein. Zudem wird das gesamte Muskelsystem der Körpermitte gekräftigt,
was eine deutliche Verbesserung der Koordinationsfähigkeit des Muskelsystems
in diesem Körperbereich zur Folge haben kann.

Ist es hilfreich, wenn ich zusätzlich den Beckenboden trainiere? Fördere ich damit den erfolg und bliebt er dann länger?

Ein schnellerer Trainings-Erfolg durch ein paralleles Eigentraining ist bisher nichtbestätigt. Jedoch ist es ratsam nach Möglichkeit mit dem Eigentraining frühzeitig
zu beginnen. Durch das PelviPower-Training spürt der Patient seinen Beckenboden
früher und deutlicher als beim klassischen Training. Ein Vorteil ist, dass der Patient
relativ schnell und zielsicher selbst ein besseres Körpergefühl zu seiner Beckenbodenmuskulatur
entwickelt und in der Nachfolge den Behandlungserfolg durch das
Eigentraining auf Dauer stabilisieren kann.

Ist das Training mit dem PelviPower schmerzhaft?

Das Training mit dem PelviPower ist nicht schmerzhaft und prinzipiell nicht anstrengend. Je nach Trainingsprogramm kann das Training zu einer anspruchsvollen Intensität gesteigert werden. Aber keine Sorge, die Trainingsintensität kannst du selbst bestimmen und nach den ersten Trainings gewöhnt sich die Muskulatur an die Stimulation.

Ist das PelviPower Training gut verträglich?

Im Allgemeinen berichten Patientinnen und Patienten von einer guten bis sehr gutenVerträglichkeit. Das Training ist in keiner Weise anstrengend und regt dennoch den
Blutkreislauf an. Die durch das Training entstehende gute Gewebsdurchblutung
verspüren Patientinnen und Patienten direkt während und nach einer Trainingseinheit
auf dem PelviPower als angenehm und nachhaltig.

Was passiert, wenn ich während der Behandlung einen plötzlichen Harndrang verspüre?

Prinzipiell ist die Blasenentleerung eine gute Empfehlung, jedoch kein Muss. Währendder Behandlung verspüren durch die Muskelstimulation die wenigsten Patientinnen
bzw. Patienten einen Harndrang. Falls doch ein Toilettengang eingelegt werden
muss, kann das PelviPower auf Pause gesetzt werden. Nach dem Toilettengang setzt
die Behandlung an gleicher Stelle wieder fort.

Wird das PelviPower Training auch bei der Rehabilitation nach Prostatektomie eingesetzt?

Ja, im Rahmen einer Reha-Maßnahme nach einer Prostatektomie wird u.A. eine
entstehende post-operative Harninkontinenz mit dem PelviPower-Training behandelt.
Dabei hilft der Faktor Zeit. Die Erfolgsaussichten werden maßgeblich erhöht, wenn
der Patient entsprechend bald nach der OP reagiert. Mit einer vergrößerten Prostata
sollte eine Behandlung auf dem PelviPower wegen einer bestehenden Reizüberempfindlichkeit
nicht stattfinden.

Kann der PelviPower auch präventiv verwendet werden (sofern du keine Beschwerden hast)?

Natürlich kannst du vorsorglich mit dem PelviPower trainieren. Durch das Training wird die gesamte Muskulatur in der Körpermitte gestärkt, was zu Folge hat, dass die Koordinationsfähigkeit des Muskelsystems verbessert wird.

Gibt es eine Altersbeschränkung? Macht es bei höherem Alter noch Sinn das PelviPower Training durchzuführen?

Altersbeschränkung gibt es keine. Im Gegenteil, die Trainingsmethode wird in vielenSenioren-Einrichtungen betrieben, weil dort eine sehr hohe Häufigkeit von unfreiwilligem
Harnverlust der Fall ist. Patientinnen und Patienten im Alter von 85 Jahren die
das PelviPower-Training erfolgreich nutzen sind daher keine Seltenheit. Mit zunehmendem
Alter besteht die Gefahr des Verlustes der körperlichen Mobilität und der
Bewegungsfreiheit. Gerade in einem solchen eintretenden Fall, ist das Training auf
dem PelviPower eine effiziente Option und eine Möglichkeit ein Stück Lebensqualität
zurück zu gewinnen.

Ist das PelviPower Training in der Mitgliedschaft enthalten?

Im Rahmen der Premium-Mitgliedschaft sind zwei Trainings wöchentlich mit dem PelviPower inbegriffen. Falls du nicht die Premium-Mitgliedschaft abgeschlossen hast, sind Trainingseinheiten zusätzlich bei uns im Studio buchbar.