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HÄUFIGE FRAGEN ZUM THEMA BECKENBODEN TRAINING

 

IST ES RICHTIG, DASS ICH MICH NICHT AUSZIEHEN MUSS UND AUCH KEINE
SONDEN ODER ÄHNLICHES ANGELEGT ODER EINGEFÜHRT WERDEN? WIE IST
ES MÖGLICH, DASS ICH NICHTS ZUM TRAINING BEITRAGEN MUSS, KANN ICH
ETWAS FALSCH MACHEN?

Durch den Einsatz von Magnetwellen werden übertragungsfrei Signale in die Muskulatur
transportiert. Magnetwellen durchdringen jeden Körper widerstandslos. So
ist es möglich, dass die Patientin bzw. der Patient ohne Ausziehen oder Wechsel der
Kleidung das Training durchführen kann. Der Patient sitzt im bequemen Trainingssessel
in einstellbarer entspannter Position und die Technik arbeitet für ihn. Die Muskulatur
des Beckenbodens wird rhythmisch angespannt und wieder entspannt, ohne
dass der Patient etwas dafür oder dagegen tun kann. Das Training ist so einfach,
dass der Patient nichts falsch machen kann. Der Patient kann während der Behandlung
z.B. lesen oder telefonieren.

WELCHE VORTEILE BIETET MIR DAS BECKENBODENTRAINING AUF DEM
PELVIPOWER GEGENÜBER DEM KLASSISCHEN BECKENBODEN-TRAINING?

Die wichtigsten Vorteile bestehen darin, dass zum einen das PelviPower-Training
keinerlei Anstrengung erfordert und zum anderen, dass die Wirkung stärker ist, als
sie durch das klassische Beckenbodentraining bzw. ein Eigentraining erreicht werden
könnte. Ebenso stellt sich der Trainingserfolg in den meisten Fällen wesentlich
schneller ein. Zudem wird das gesamte Muskelsystem der Körpermitte gekräftigt,
was eine deutliche Verbesserung der Koordinationsfähigkeit des Muskelsystems
in diesem Körperbereich zur Folge haben kann.

WIE LANGE DAUERT ES, BIS ICH ETWAS VON DER VERBESSERUNG MEINER
MUSKULATUR MERKE? WIE VIELE TRAININGS-SITZUNGEN MUSS ICH MACHEN,
BIS SICH EINE VERBESSERUNG EINSTELLT?

Das PelviPower-Training schlägt bei den meisten Anwendern relativ schnell an. Der Verbesserungsgrad ist bei keinem Patienten völlig gleich, jedoch verspüren die meisten Patientinnen und Patienten eine Verbesserung ungefähr nach der 5. Sitzung, möglicherweise etwas früher oder etwas später. Überwiegend kann beschrieben werden, dass in den ersten Trainingseinheiten ein rascher Verbesserungseffekt eintritt und in den weiteren Trainings-Einheiten der Aufbau und die Festigung der Muskulatur,
Sitzung um Sitzung voran schreitet.

WAS PASSIERT WENN DIE EMPFOHLENE BEHANDLUNGSMENGE NICHT AUSREICHT?
WAS IST, WENN DER ZU ERWARTENDE ERFOLG NICHT EINTRITT?

Es gibt nur wenige Patientinnen bzw. Patienten, die nicht auf das PelviPower-Training
ansprechen. In äußerst seltenen Fällen hat auch eine 20-malige Trainingsserie nicht
zum erhofften Ergebnis geführt. Aus der praktischen Erfahrung heraus ist bekannt, dass
z.B. Patientinnen die entweder eine Operation mittels einer Anhebung der Harnröhre
und des Verschlussapparats hatten oder eine Wertheim Operation, eine z.T. erheblich
reduzierte Erfolgschance haben. Auch bei Nervenverletzungen der entsprechenden
Muskulatur ist die Trainingsmethode leider als nicht zielführend zu beurteilen und vom
Training wegen schlechten bis gar keinen Erfolgsaussichten abzuraten. Bei jeder Patientin
bzw. jedem Patienten wird während der Behandlungsserie über ein Zwischengespräch
mit dem Arzt das Zwischenergebnis überprüft. Falls der Trainingserfolg ausgeblieben
ist, ist die Änderung der vorgenommenen Einstellungen eine empfehlenswerte
Option. In einem solchen Falle wird in Absprache mit dem Arzt eine Einstellungsoptimierung
und begleitende Beobachtungsphase stattfinden. U.U. wird eine Rücksprache
mit dem Systementwickler notwendig.

WIE LANGE HÄLT DIE WIRKUNG AN? WENN ICH DAS TRAINING ERFOLGREICH
BEENDET HABE, MUSS ICH IRGENDWANN WIEDER KOMMEN?

Diese Frage muss differenziert beantwortet werden. Zum einen hängt die Nachhaltigkeit
des PelviPower-Trainings davon ab, in welchem „Entlassungszustand“ der Patient
sich befindet und zum anderen davon, ob der Patient nach dem Training ein Eigentraining
bzw. körperlichen Aktivitäten nachgehen kann. Kann dies eine Patientin bzw.
ein Patient nach dem Training tun, verlängert sich die Nachhaltigkeit wesentlich. Ziel
wäre es dies zu erreichen, da eine Wiederholung des PelviPower-Trainings dann evtl.
bis ins hohe Alter nicht mehr notwendig sein muss. Ist die Möglichkeit des Eigentrainings
und körperlicher Aktivitäten nicht zuverlässig gegeben, zeigen die Erfahrungen,
dass das Training in einem Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nach dem Training, zumindest
zeitweise bzw. nur einmal wöchentlich weiter geführt werden sollte.

IST ES HILFREICH WENN ICH SELBST BECKENBODEN-TRAINING ZUSÄTZLICH
MACHE? FÖRDERE ICH DAMIT DEN ERFOLG UND BLEIBT ER DANN LÄNGER?

Ein schnellerer Trainings-Erfolg durch ein paralleles Eigentraining ist bisher nicht
bestätigt. Jedoch ist es ratsam nach Möglichkeit mit dem Eigentraining frühzeitig
zu beginnen. Durch das PelviPower-Training spürt der Patient seinen Beckenboden
früher und deutlicher als beim klassischen Training. Ein Vorteil ist, dass der Patient
relativ schnell und zielsicher selbst ein besseres Körpergefühl zu seiner Beckenbodenmuskulatur
entwickelt und in der Nachfolge den Behandlungserfolg durch das
Eigentraining auf Dauer stabilisieren kann.

WIRD DAS PELVIPOWER-TRAINING AUCH BEI DER REHABILITATION NACH
PROSTATEKTOMIE EINGESETZT?

Ja, im Rahmen einer Reha-Maßnahme nach einer Prostatektomie wird u.A. eine
entstehende post-operative Harninkontinenz mit dem PelviPower-Training behandelt.
Dabei hilft der Faktor Zeit. Die Erfolgsaussichten werden maßgeblich erhöht, wenn
der Patient entsprechend bald nach der OP reagiert. Mit einer vergrößerten Prostata
sollte eine Behandlung auf dem PelviPower wegen einer bestehenden Reizüberempfindlichkeit
nicht stattfinden.

NÜTZT ES ETWAS DAS PELVIPOWER-TRAINING ALS PRÄVENTIONSMASSNAHME
ZU VERWENDEN? ICH HABE EIGENTLICH KEINE BESCHWERDEN, KANN ICH DAS
TRAINING AUCH VORSORGLICH ANWENDEN?

Ja. Prinzipiell ist das PelviPower-Training auch vorsorglich anwendbar. Unter Berücksichtigung
des bestehenden Muskulaturzustandes besteht die Möglichkeit eine
enorme Stärkung des Beckenbodens innerhalb kurzer Zeit herzustellen. Des Weiteren
kann das Training auf dem PelviPower auch zur Festigung und Straffung des Gesäßes
beitragen.

IST DAS PELVIPOWER-TRAINING GUT VERTRÄGLICH?

Im Allgemeinen berichten Patientinnen und Patienten von einer guten bis sehr guten
Verträglichkeit. Das Training ist in keiner Weise anstrengend und regt dennoch den
Blutkreislauf an. Die durch das Training entstehende gute Gewebsdurchblutung
verspüren Patientinnen und Patienten direkt während und nach einer Trainingseinheit
auf dem PelviPower als angenehm und nachhaltig.

WAS PASSIERT, WENN ICH WÄHREND DER BEHANDLUNG EINEN PLÖTZLICHEN
HARNDRANG VERSPÜRE?

Prinzipiell ist die Blasenentleerung eine gute Empfehlung, jedoch kein Muss. Während
der Behandlung verspüren durch die Muskelstimulation die wenigsten Patientinnen
bzw. Patienten einen Harndrang. Falls doch ein Toilettengang eingelegt werden
muss, kann das PelviPower auf Pause gesetzt werden. Nach dem Toilettengang setzt
die Behandlung an gleicher Stelle wieder fort.

GIBT ES GESUNDHEITLICHE EINSCHRÄNKUNGEN? WANN DARF DAS
PELVIPOWER-TRAINING NICHT ANGEWENDET WERDEN?

Gesundheitliche Einschränkungen gibt es in Form von absoluten Kontraindikationen.
Das PelviPower-Training darf nicht angewendet werden bei Schwangerschaft,
Implantaten elektronischer oder metallischer Art im Bereich zwischen Knie und Hals
z.B. Insulinpumpe, Herzschrittmacher, Defibrillator, Hormonspirale, Hüftgelenk aus
metallischer Legierung, metallische Schrauben, Nägel etc. im Bereich ab 10 cm des
Oberschenkels über dem Kniegelenk bis zum Unterbauch, Epilepsie und bei schweren
Herzrhythmusstörungen. Nach Operationen oder Bestrahlungen darf das Training
erst 4 Wochen nach der Behandlung durchgeführt werden. Bei akutem Fieber,
Entzündungen im Urogenialtrakt oder bei schmerzhaften Hämorrhoiden kann eine
Behandlung u.U. zu Unbequemlichkeiten führen. Auch bei einer Menstruation kann
es u.U. vorkommen, dass die Trainingsempfindlichkeit kurzfristig höher als normal ist.
Eine Rücksprache mit dem Arzt oder Therapeuten ist empfehlenswert.

GIBT ES EINE ALTERSBESCHRÄNKUNG? MACHT ES BEI HÖHEREM ALTER NOCH
SINN DAS PELVIPOWER-TRAINING DURCHZUFÜHREN?

Altersbeschränkung gibt es keine. Im Gegenteil, die Trainingsmethode wird in vielen
Senioren-Einrichtungen betrieben, weil dort eine sehr hohe Häufigkeit von unfreiwilligem
Harnverlust der Fall ist. Patientinnen und Patienten im Alter von 85 Jahren die
das PelviPower-Training erfolgreich nutzen sind daher keine Seltenheit. Mit zunehmendem
Alter besteht die Gefahr des Verlustes der körperlichen Mobilität und der
Bewegungsfreiheit. Gerade in einem solchen eintretenden Fall, ist das Training auf
dem PelviPower eine effiziente Option und eine Möglichkeit ein Stück Lebensqualität
zurück zu gewinnen.

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